Freitag, August 25, 2006

office alltag

Mittlerweile bin ich nun das zweite Mal umgezogen und arbeite nun in nem umzäunten Bereich (auch Käfig genannt) direkt neben dem Lager. Die Firma wächst einfach zu schnell und das spürt man überall. Die letzten Jahre hat sie sich immer verdoppelt und alleine in den vier Monaten in denen ich da bin sind massig Leute dazugekommen.

Das coole ist, dass man so auch mal in den Genuss kommt seinen eigenen Chef mit zu interviewen :) Ist schon lustig ihn schwitzen zu sehen, ein paar Fragen zu stellen, ganz relaxt im Stuhl zu sitzen und sich seinem Café zu witmen. Naja nach nur zwei Wochen sollte er dann auch schon bei uns anfangen und bevor er am ersten Tag im Stehen arbeiten muss, hab ich mir mal lieber nen Schreibtisch unter die Nägel gekrallt und nen Stuhl geordert. Am Freitag war dann basteln angesagt und die 5 Minuten Aktion entpuppte sich als lange Odyssee. Es gibt schwedische Möbel, und die sind schon ne Herausforderung, und es gibt „proudly south-african“ Möbel bei denen man erst einmal alles falsch rum zusammenbastelt. Irgendwann war dann auch die Aktion erfolgreich beendet und das neue quality department im Käfig sah ganz nett aus. Auch wenn der PC für den neuen quality manager noch net da war, er sollte auch die ersten beiden Tage noch net ankommen, aber gut damit kann man in Afrika leben :)

Jo nun hab ich nen neuen Chef, ich arbeite nun net mehr direkt für den CEO sonder für den QM, dafür hat der etwas mehr Zeit für mich – egal bei beiden hab ich recht freie Hand, von insofern kann ich mich net beschweren ;)

Ach ja wo wir gerade beim arbeiten sind: ich hatte mal vor dem Urlaub nen ganzen Arbeitstag mit geschrieben, was ich so den ganzen Tag bei auf der Arbeit mache. Das war echt nen netter Blogeintrag, aber irgendwie hab ich den beim Aufräumen weggelöscht und jetzt hab ich keinen Bock mehr alles noch mal zu schreiben.

Aber lasst es mich mal so sagen: mal organisiert man nen meeting mit SAP Vertretern, erfährt dass der Chef keine Zeit hat und macht es mit dem Praktikumskollegen alleine. Ein anderes Mal wird man zu nem Meeting mit potentiellen Kunden aus Israel gerufen, der Chef braucht jemand als backup, die Jungs wollen immerhin wissen wie unsere Qualitätsabteilung arbeitet. Schon bei einfachen Fragen nach unseren Fehlerraten in bestimmten Teilprozessen, geraten wir ins Schwanken, erklären ihm warum wieso weshalb. At the end of the day, sind die Jungs überzeugt und sagen zu. Unsere Ingenieure müssen verdammt gut sein...

Anderen Tags macht man dann dagegen den ganzen Tag stupide Arbeit, rödelt alleine vor sich hin und motiviert sich damit dass es morgen anders wird, nur um zu merken dass der nächste Tag genauso abläuft. Als quality futzy macht man sich net unbedingt überall Freunde, soviel habe ich schon gelernt. Irgendwie kollidiert man (zumindest in Afrika) mit vielen anderen Interessen - da wird vieles net so ernst genommen, auch wenn man dann am Ende miserable Fehlerraten bekommt. Trotzdem macht die Arbeit wirklich Spaß, zumindest solange ich net einsam am Schreibtisch hocken muß (passiert zum Glück nur selten), das bringt mich um. Meistens ist man den ganzen Tag beschäftigt und hat mit der halben Company zu tun. Bin irgendwie halt doch ein Rudeltier 

2 Comments:

Blogger rollo said...

Was denkst du warum du im Käfig gelandet bist? Ja,ja also QMer hat man schon einen schweren Stand :-)

25 August, 2006 11:41  
Blogger Heiko said...

:) tja als QM'ler ist man sicher net von jedem heiss geliebt - aber den kaefig hab ich dann auch wieder net verdient :)

25 August, 2006 12:06  

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